Die ISO 27001 Zertifizierung einfach erklärt: Anforderung, Prozess und Kosten

- Definition ISO 27001: Internationale Norm für ISMS in Unternehmen
- Kernbestandteile: Sicherheitsrichtlinien, Rollen, Risikomanagement, Sicherheitskontrollen
- Versionen: 2005, 2013, 2018, 2022 mit laufenden Verbesserungen.
- Zertifizierungsprozess: Vorbereitung, Risikobewertung, Umsetzung, interne Audits, Zertifizierungsaudit
- Vorteile: Schutz sensibler Daten, Einhaltung von Compliance-Vorgaben, Wettbewerbsvorteile
- Item A
- Item B
- Item C
Was ist die ISO 27001 Zertifizierung?
Die Norm ISO 27001 ist ein weltweit gültiger Standard, der wichtige Leitplanken für die Etablierung eines robusten Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) in Unternehmen bietet. Mit einem ISMS können Organisationen ihre Informationssicherheit effizient managen und Risiken von Cyberangriffen und ihren Folgen besser bewerten und reduzieren.
Unternehmen mit einer ISO 27001-Zertifizierung (auch ISMS-Zertifizierung genannt) zeigen, dass sie die Anforderungen der Norm erfüllen und effektives Risikomanagement betreiben.
Wie hängen ISO 27001, ISO IEC 27001 und DIN ISO 27001 zusammen?
Rund um das Thema ISO 27001 tauchen verschiedene Bezeichnungen auf. Die folgende Übersicht hilft, die drei Hauptbezeichnungen der ISO 27001 zu unterscheiden:
- ISO 27001: Diese Norm wurde 2005 von der International Organization for Standardization (ISO) veröffentlicht und seitdem kontinuierlich verbessert, um veränderte Bedrohungslagen und technologische Fortschritte zu berücksichtigen. Aktuell gilt die Version ISO 27001:2022. Diese Version wird weltweit anerkannt und angewendet und bietet eine einheitliche Grundlage für das Management der Informationssicherheit in Organisationen aller Art und Größe.
- ISO/IEC 27001: Diese Norm umfasst zusätzliche Leitlinien und Anforderungen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Die IEC bringt spezifische technische Anforderungen und Leitlinien ein, die sich auf elektrotechnische und technische Aspekte der Informationssicherheit beziehen. Dies umfasst insbesondere sicherheitsrelevante Techniken und Technologien, die für die Implementierung und den Betrieb eines ISMS relevant sind. Diese Version ist für die internationalen Märkte von Bedeutung, die die technische Expertise der IEC berücksichtigen müssen.
- DIN EN ISO/IEC 27001: Die deutsche Version der internationalen Norm wird vom Deutschen Institut für Normung (DIN) herausgegeben und kann für deutsche Unternehmen relevant sein. Sie entspricht weitgehend der internationalen Norm, enthält jedoch ergänzende Erklärungen oder Hinweise, die sich auf deutsche rechtliche und regulatorische Anforderungen beziehen.
Die Wahl der richtigen Norm hängt von den spezifischen Anforderungen und dem geografischen Standort der Organisation ab.
Entwicklung der ISO 27001
Seit ihrer Einführung 2005 hat sich die ISO 27001 kontinuierlich weiterentwickelt:
- ISO 27001:2005: Die erste ISO 27001-Fassung legte den Grundstein für ISMS und etablierte grundlegende Konzepte und Anforderungen für den Schutz von Informationssystemen.
- ISO 27001:2013: Bei der ersten umfassenden Überarbeitung wurden ein risikobasierter Ansatz eingeführt und neue Sicherheitskontrollen integriert, um Sicherheitsrisiken noch präziser identifizieren und behandeln zu können.
- ISO 27001:2018: Diese Version brachte nur kleinere Anpassungen und Klarstellungen mit sich. Die Überarbeitung konzentrierte sich auf die Feinabstimmung und Optimierung bestehender Anforderungen.
- ISO 27001:2022: Die aktuell gültige Version enthält größere Änderungen und Erweiterungen an der ISO 27001, insbesondere hinsichtlich der Sicherheitskontrollen.
Kernbestandteile der ISO 27001 Zertifizierung für ISMS
Die ISO 27001-Zertifizierung umfasst mehrere Kernbestandteile, die für die Implementierung und Aufrechterhaltung eines effektiven ISMS entscheidend sind:
- Informationssicherheitsrichtlinien: Definition und Dokumentation der Sicherheitsrichtlinien und -verfahren, die innerhalb der Organisation gelten.
- Rollen und Verantwortlichkeiten im Sicherheitsmanagement: Klare Zuweisung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die Informationssicherheit innerhalb der Organisation.
- Asset-Management: Verwaltung und Schutz der Informationen, Systeme und Ressourcen, die für das Unternehmen von Bedeutung sind.
- Risikomanagement: Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Risiken, die die Informationssicherheit betreffen könnten.
- Sicherheitskontrollen: Implementierung und Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung und Erkennung von Sicherheitsvorfällen.
- Sicherheitsbewusstsein und Schulungen: Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiter, um Sicherheitsbewusstsein zu fördern und Risiken zu minimieren.
- Vorfallmanagement: Verfahren zur Erkennung, Meldung und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen.
- Kontinuierliche Überwachung und Verbesserung: Regelmäßige Überprüfung und Anpassung des ISMS, um sicherzustellen, dass es effektiv bleibt und kontinuierlich verbessert wird.
Welche Vorteile bringt eine ISO 27001 Zertifizierung für Unternehmen?
- Schutz von sensiblen Informationen: Sicherstellung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten.
- Gesetzliche Anforderungen: Einhaltung von Datenschutzgesetzen und regulatorischen Anforderungen.
- Reputation: Die Norm schafft Vertrauen bei Kunden und Partnern durch nachgewiesene Sicherheitsstandards.
Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Informationssicherheit effizient zu gestalten. Eine ISO 27001-Zertifizierung unterstützt sie dabei und sichert zusätzlich Vorteile bei der Teilnahme an Ausschreibungen von Großkunden. Lesen Sie in der Success Story der Diction AG, wie der Mittelständler mit Unterstützung von Proliance Informationssicherheit und Datenschutz als Wettbewerbsvorteil nutzt.
Vorteile der ISMS-Implementierung:
- Risikomanagement: Systematische Identifizierung und Bewertung von Risiken.
- Effizienzsteigerung: Optimierung interner Prozesse durch klare Sicherheitsrichtlinien.
- Wettbewerbsvorteil: Differenzierung gegenüber nicht zertifizierten Wettbewerbern.
Wer benötigt eine ISO 27001 Zertifizierung?
Die folgende Tabelle zeigt, für wen die ISO 27001-Norm besonders relevant ist:
Die Wahl der richtigen Norm hängt von den spezifischen Anforderungen und dem geografischen Standort der Organisation ab. Je nach Branche kann für Unternehmen statt der ISO-27001-Zertifizierung auch SOC 2 in Frage kommen.
Welche Rolle spielt die ISO 27001-Zertifizierung für Lieferanten und Drittanbieter?
Auch innerhalb von Lieferketten wird die ISO 27001-Zertifizierung zunehmend relevant: Aufgrund von Vorgaben wie der NIS2-Richtlinie sind viele Konzerne dazu verpflichtet, die Sicherheit in der Lieferkette zu gewährleisten und von ihren Zulieferern strukturierte Nachweise für ein funktionierendes Informationssicherheitsmanagement einzufordern.
Laut der TÜV Cybersecurity Studie 2025 stellen 32 Prozent der Unternehmen in Deutschland Anforderungen an die Cybersicherheit von Geschäftspartnern in ihrer Lieferkette. Mit einer ISO 27001-Zertifizierung können Lieferanten Audit- und Compliance-Vorgaben einfacher einhalten und ihre Cybersecurity-Maßnahmen mühelos nachweisen. Das verbessert ihre Chancen bei Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen deutlich.
Was kostet die ISO 27001-Zertifizierung?
Die ISO 27001-Zertifizierung erfordert finanzielle Ressourcen und den Einsatz von Personal. Diese Ressourcen werden über einen gewissen Zeitraum gebunden. Die Kosten und die Dauer des Zertifizierungsprozesses hängen dabei von Faktoren wie der Unternehmensgröße, dem gewünschten Geltungsbereich der Zertifizierung und der Komplexität der Informationsprozesse ab. Relevant ist außerdem, ob bereits ein ISMS besteht und ob eine externe Beratung gewünscht ist. Zu beachten ist auch, dass die Zertifizierung alle drei Jahre erneuert werden muss, und jährliche Überwachungsaudits erforderlich sind.
Für Unternehmen, die sich erstmals mit einer ISO‑27001‑Zertifizierung beschäftigen, können die Kosten in den ersten Jahren zwischen 10.000 und 50.000 Euro liegen. Darin enthalten sind zum einen die Gebühren der Zertifizierungsstelle und die jährlichen Überwachungsaudits. Zum anderen fallen Implementierungs- und Beratungskosten an, etwa für den Aufbau des ISMS, Risikoanalysen und interne Schulungen, die je nach Ausgangslage einige Tausend Euro bis in den hohen fünfstelligen Bereich reichen können.
Ablauf: Wichtige Schritte im Zertifizierungsprozess
Der Prozess zur Erlangung der ISO 27001-Zertifizierung umfasst mehrere Schritte, die alle darauf abzielen, ein robustes ISMS zu etablieren und zu optimieren. Zum Start jeder Zertifizierung ist es wichtig, die uneingeschränkte Unterstützung des Managements zu haben. So geht es anschließend weiter:
Schritt 1: Vorbereitung der ISO 27001 Zertifizierung
Die Vorbereitung beginnt mit einer gründlichen initialen Bewertung des Status quo des Unternehmens hinsichtlich der Informationssicherheit. In dieser Phase werden auch die Grenzen und der Anwendungsbereich des ISMS festgelegt, einschließlich der Abteilungen, Geschäftsprozesse und Standorte, die abgedeckt werden sollen. Eine klare Definition des Geltungsbereichs stellt sicher, dass alle relevanten Informationen und Prozesse in die Sicherheitsmaßnahmen integriert werden.
Außerdem sollten Unternehmen einen Projektplan erstellen, der die notwendigen Ressourcen, Zeitrahmen und Verantwortlichkeiten festlegt. Dieser Plan hilft dabei, alle Beteiligten auf dieselben Ziele auszurichten und sicherzustellen, dass der gesamte Prozess koordiniert und effizient durchgeführt wird.
Schritt 2: ISO 27001 Risikobewertung
Bei der Risikobewertung werden alle potenziellen Risiken identifiziert, die die Informationssicherheit des Unternehmens gefährden könnten. Diese Bewertung umfasst eine systematische Analyse der Bedrohungen und Schwachstellen, die im Unternehmen existieren.
Zu den Methoden der Risikobewertung gehören Interviews mit Mitarbeitern, die Überprüfung bestehender Sicherheitsrichtlinien und -prozeduren sowie die Analyse historischer Vorfälle und Sicherheitslücken.
Die identifizierten Risiken werden nach ihrer Wahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet, um ihre Schwere zu bestimmen. Anhand der Ergebnisse der Risikoanalyse lassen sich Maßnahmen zur Risikominderung besser priorisieren, planen und implementieren.
In dieser Phase werden außerdem Sicherheitskontrollen entwickelt und vorgeschlagen, um die identifizierten Risiken zu adressieren und die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Schritt 3: Umsetzung der ISO 27001 Zertifizierung
Im nächsten Schritt werden die geplanten Sicherheitskontrollen und Maßnahmen eingeführt. Dazu gehört die Integration der Sicherheitsmaßnahmen in die täglichen Abläufe des Unternehmens.
Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:
- technische Kontrollen wie Firewalls und Verschlüsselungen
- organisatorische Kontrollen wie Zugriffsrichtlinien und Schulungen
- physische Kontrollen wie gesicherte Serverräume
Die Umsetzung erfordert auch eine Dokumentation aller Sicherheitsmaßnahmen und -verfahren. Sie dient als Referenz und Nachweis für die Maßnahmenimplementierung und ist ein wesentlicher Bestandteil des ISMS.
In dieser Phase werden auch alle beteiligten Mitarbeiter geschult, um sicherzustellen, dass sie die neuen Sicherheitsrichtlinien und -prozeduren verstehen und korrekt anwenden können.
Schritt 4: Regelmäßige interne Audits
Im Rahmen der internen Audits wird die Wirksamkeit des implementierten ISMS regelmäßig überprüft. Dabei werden systematische Bewertungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen und -verfahren wie geplant funktionieren und den Anforderungen der ISO 27001 entsprechen.
Während dieser Audits werden Abweichungen identifiziert, Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungspotenziale ermittelt. Das interne Audit-Team bewertet die Effektivität der Sicherheitskontrollen und überprüft, ob alle Mitarbeiter die Richtlinien einhalten. Die Ergebnisse der Audits werden dokumentiert und den zuständigen Führungskräften und dem Management-Team präsentiert, um notwendige Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen zu initiieren.
Schritt 5: Zertifizierungsaudit nach ISO 27001
Der nächste Schritt ist das Zertifizierungsaudit, das von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle durchgeführt wird. Diese externe Prüfstelle bewertet unabhängig und objektiv, ob das ISMS den Anforderungen der ISO 27001 entspricht.
Das Zertifizierungsaudit besteht in der Regel aus zwei Phasen:
- Phase 1: Die Zertifizierungsstelle prüft die ISMS-Dokumentation, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Prozesse und Verfahren dokumentiert sind.
- Phase 2: Das Audit-Team führt eine detaillierte Untersuchung vor Ort durch, um die Implementierung und Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.
Die Ergebnisse des Zertifizierungsaudits werden in einem Bericht zusammengefasst, der Empfehlungen für Verbesserungen sowie eine Entscheidung über die Vergabe der ISO 27001-Zertifizierung enthält.
Schritt 6: Kontinuierliche Verbesserung des ISMS
Nach der erfolgreichen Zertifizierung gilt es, das ISMS kontinuierlich zu verbessern. Diese Phase umfasst die regelmäßige Überprüfung und Anpassung des ISMS, um sicherzustellen, dass es den sich ändernden Bedrohungen und Anforderungen gerecht wird.
Hierzu gehören
- regelmäßige Überwachungen
- Nachaudits
- die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen, die aus den internen Audits, dem Feedback der Mitarbeiter und den Ergebnissen des Zertifizierungsaudits hervorgehen
- Anpassung an neue regulatorische Anforderungen der ISO 27001 und technologische Entwicklungen
Die kontinuierliche Verbesserung ist ein fortlaufender Prozess, der darauf abzielt, das ISMS stets aktuell und effektiv zu halten. Dadurch können Unternehmen sicherstellen, dass ihr ISMS nicht nur den Anforderungen der ISO 27001 entspricht, sondern auch robust und anpassungsfähig genug ist, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Informationssicherheit zu begegnen.
Häufige Herausforderungen und Lösungen bei der ISO 27001 Zertifizierung
Die ISO 27001 Zertifizierung bringt Unternehmen viele Vorteile, ist jedoch mit Aufwand und Kosten verbunden. Um den Prozess effizient zu gestalten, sollten Organisationen folgende Hürden kennen.
Ressourcenmangel: Mangel an Zeit und Personal
⚠️ Herausforderung: Viele Organisationen verfügen nicht über ausreichend Zeit oder Personalressourcen, um die umfangreichen Anforderungen der ISO 27001 im ohnehin stressigen Tagesgeschäft zu erfüllen.
💡 Lösungen:
- Phasenweise Implementierung reduziert die Belastung des Teams und verbessert die Fortschrittkontrolle.
- Priorisierung und Zeitmanagement helfen, zunächst die wichtigsten Aktivitäten zu identifizieren und sicherzustellen, dass sie nicht durch andere dringende Aufgaben verdrängt werden.
- Externe Unterstützung durch Berater oder Spezialisten kann insbesondere kleinere Organisationen entlasten, die möglicherweise nicht über das erforderliche Fachwissen oder die notwendigen Ressourcen verfügen. Berater können helfen, die Prozesse effizient zu gestalten und sicherzustellen, dass die Implementierung den Anforderungen entspricht, ohne die internen Ressourcen übermäßig zu belasten.
Komplexität der Norm: Verständnis und Umsetzung der ISO 27001 Anforderungen.
⚠️ Herausforderung: Die ISO 27001 Norm umfasst eine Vielzahl von Anforderungen und Richtlinien, die für viele Unternehmen komplex und schwer verständlich sein können und vor allem für Organisationen ohne etabliertes ISMS häufig eine erhebliche Hürde darstellen.
💡 Lösungen:
- Schulung und Sensibilisierung helfen, die Komplexität der Norm zu bewältigen. Schulungen sollten sowohl grundlegende Konzepte der Informationssicherheit als auch spezifische ISO 27001-Anforderungen abdecken. Regelmäßige Workshops und Schulungen können helfen, ein tiefes Verständnis der Norm zu entwickeln und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wissensstand sind.
- Die Erstellung detaillierter Dokumentationen und klar strukturierter Leitfäden wie Handbücher, Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen kann den Implementierungsprozess erheblich erleichtern. Die Mitarbeiter sind damit in der Lage, die Anforderungen der Norm systematisch umzusetzen.
- Interne Audits und Reviews können dabei helfen, die Einhaltung der Norm zu überwachen und potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren. Diese Überprüfungen tragen dazu bei, dass die Anforderungen korrekt verstanden und angewendet werden und ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse.
Mitarbeiterakzeptanz zu ISO 27001: Widerstand gegen Veränderungen.
⚠️ Herausforderung: Veränderungen in Arbeitsabläufen, zusätzlichen Anforderungen und neuen Sicherheitsrichtlinien können auf Widerstand stoßen und die Akzeptanz erschweren.
💡 Lösungen:
- Schulungsprogramme, die sich nicht nur auf technische Aspekte, sondern auch auf die Bedeutung der Informationssicherheit und den Nutzen für die Organisation konzentrieren, können die Akzeptanz der neuen Richtlinien erhöhen. Mitarbeiter sollten verstehen, wie die Sicherheitsmaßnahmen ihre eigene Arbeit und die Gesamtorganisation schützen.
- Die Einbeziehung der Mitarbeiter in den Implementierungsprozess kann helfen, Widerstand zu minimieren. Durch die Einbeziehung in die Entwicklung und Überprüfung von Sicherheitsrichtlinien sowie durch das Sammeln von Feedback können Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Meinungen und Bedenken berücksichtigt werden, was die Akzeptanz erhöht.
- Offene und transparente Kommunikation über die Ziele und Vorteile der ISO 27001 Zertifizierung kann ebenfalls Widerstände abbauen. Regelmäßige Updates und Informationsveranstaltungen, die den Fortschritt und die Vorteile der Implementierung erläutern, fördern zudem ein positives Verständnis und Engagement.
Fazit zur ISO 27001-Zertifizierung
Mit der ISO 27001 Zertifizierung können Unternehmen ihr ISMS auf ein internationales Standardniveau bringen. Durch gute Planung, schrittweise Implementierung der ISO 27001, umfassende Schulungen und externe Unterstützung können sie dabei häufige Hürden wie Ressourcenmangel, Komplexität der Norm und mangelnde Mitarbeiterakzeptanz erfolgreich meistern.
Die ISO 27001-Zertifizierung stärkt nicht nur das Vertrauen in die Organisation, sondern erfüllt auch rechtliche und regulatorische Anforderungen, was zu einem robusteren und sichereren Informationssicherheitsmanagementsystem führt.
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Sie haben noch Fragen? Wir haben die Antworten
ISO 27001 ist ein weltweit gültiger Standard für Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS), der die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sichert. Eine ISO-27001-Zertifizierung zeigt, dass Unternehmen die Norm-Anforderungen erfüllen, effektives Risikomanagement betreiben und systematisch Cyberangriffsrisiken bewerten und reduzieren. Die aktuelle Version ist ISO 27001:2022. Proliance unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur erfolgreichen Zertifizierung.
Sechs Schritte sind notwendig: Vorbereitung mit Bewertung und Geltungsbereich-Festlegung, Risikobewertung zur Bedrohungsidentifikation, Umsetzung technischer und organisatorischer Sicherheitskontrollen, regelmäßige interne Audits, zweiphasiges Zertifizierungsaudit durch akkreditierte Stelle sowie kontinuierliche Verbesserung durch Überwachungen und Anpassungen. Proliance begleitet Unternehmen durch alle Phasen des Zertifizierungsprozesses und sorgt für effiziente Implementierung.
Die Kosten liegen zwischen 10.000 und 50.000 Euro in den ersten Jahren. Einflussfaktoren sind Unternehmensgröße, Geltungsbereich und externe Beratung. Die Kosten umfassen Zertifizierungsstellengebühren, jährliche Überwachungsaudits sowie Implementierungs- und Beratungskosten für ISMS-Aufbau und Schulungen. Die Zertifizierung muss alle drei Jahre erneuert werden. Proliance berät Sie zur Kostenplanung und ressourcenschonenden Umsetzung.
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